Titelmotiv Bewältigung von Herausforderungen bei der Behandlung  von Klient:innen mit komplexen dissoziativen Störungen - Was funktioniert wann und für wen?

Bewältigung von Herausforderungen bei der Behandlung von Klient:innen mit komplexen dissoziativen Störungen - Was funktioniert wann und für wen?

Freitag
24
Apr 2026

2tägiges Online Webinar mit Suzette Boon. Viele, viele Jahre praktische Erfahrung in Diagnostik und Therapie dissoziativer Störungen werden hier zur Verfügung gestellt.

Alle Infos hier

Ein phasenorientiertes Behandlungsmodell gilt unter Therapeut:innen, die komplexe traumabedingte Störungen behandeln, als das erfolgreichste. Phase 1 ist die Stabilisierung, Phase 2 ist die Bearbeitung der traumatischen Erinnerung und Phase 3 ist die (Re-)Integration der Persönlichkeit. Nach der Beurteilung und Fallformulierung betont die erste Behandlungsphase die Notwendigkeit einer sorgfältigen Dosierung und Regulierung der Erregung, da viele dieser Patient:innen eine Phobie gegenüber der Therapie und dem:der Therapeut:in haben, zu Regulationsschwierigkeiten neigen und wichtige Lebenskompetenzen fehlen. Es kann eine Herausforderung sein, eine Arbeitsbeziehung zu Patient:innen mit einer dissoziativen Störung aufzubauen, da viele dieser Patient:innen auch schwere Bindungsprobleme haben. Wütende, aggressive und selbstzerstörerische Anteile stören oft die therapeutische Beziehung, um den:die Patient:in zu schützen. Bedürftige Patient:innen können die therapeutische Beziehung unter enormen Druck setzen, wenn der:die Therapeut:in das Bedürfnis verspürt, sie zu retten. Die Behandlung dieser Patient:innen birgt jedoch noch viele weitere Herausforderungen: • Was tun wir, wenn ein:e Patient:in alle Symptome von DIS berichtet, aber extrem vermeidend ist und leugnet, Anteile zu haben? • Was tun wir, wenn keine unserer Stabilisierungstechniken funktioniert? • Was tun wir, wenn ein:e Patient:in während der gesamten Sitzung dissoziiert? Oder nicht-epileptische / dissoziative Krampfanfälle hat? • Was tun wir, wenn ein:e Patient:in beginnt, sich während der Sitzung selbst zu verletzen? Was tun wir, wenn ein:e Patient:in chronisch suizidgefährdet ist? • Was tun wir, wenn wir während der Behandlung feststellen, dass der Missbrauch immer noch andauert? • Wie gehen wir mit den herausfordernden Übertragungsdynamiken und Gegenübertragungsreaktionen um? • Woher wissen wir, dass wir genug Stabilisierungsarbeit geleistet haben, um die Entscheidung für den Übergang zu Phase 2, der Behandlung traumatischer Erinnerungen, zu treffen? Und sollten wir überhaupt stabilisieren oder uns sofort auf die Behandlung traumatischer Erinnerungen konzentrieren? Die meisten Herausforderungen liegen in der therapeutischen Beziehung, und der Umgang mit schweren Bindungsproblemen ist ein wiederkehrendes Dilemma in allen Phasen. Wir werden in dieser Fortbildung auch den unvermeidlichen Übertragungs- und Gegenübertragungsreaktionen große Aufmerksamkeit widmen. In diesem Workshop wird Suzette Boon einige Patient:innen vorstellen, in denen die hilfreichen Interventionen gut vermittelt werden können. Klinische Fälle und das Zeigen von Videos von Therapiesitzungen werden die Prozesse sehr veranschaulichen.

Infos zur Veranstaltung

Veranstaltungsbeginn
24.04.2026
Veranstaltungsende
25.04.2026
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