Aufbauseminar: Protokolle, Leitlinien und "Tanzen" innerhalb der Enaktiven Traumatherapie
Hybrid-Veranstaltung in Brüssel mit Ellert Nijenhuis.
Infos unter Details und hier
Therapeutische Protokolle geben Therapeut:innen vor, was zu tun ist.
Sie enthalten typischerweise eine Reihe klar beschriebener Schritte. Solche Protokolle können das Selbstvertrauen der Therapeuten stärken und die Behandlung strukturieren.
Sie vermitteln den Patient:innen eine Vorstellung davon, was die Therapeut:innen von ihnen erwarten. Sie suggerieren, dass die Therapie von konkreten Regeln geleitet wird.
Therapeutische Protokolle können aber auch Einschränkungen beinhalten. Beispielsweise schränken sie die therapeutische Kreativität und Freiheit ein.
Sie können Therapeut:innen davon abhalten, das gesamte therapeutische Vorhaben zu reflektieren. Sie können Therapeut:innen davon abhalten, darüber nachzudenken, warum ein bestimmter Schritt hilfreich ist oder sein kann.
Sie können wenig beitragen, wenn die Schritte nicht oder nicht wie erwartet funktionieren. Therapien, die auf Protokollen basieren, erwarten zudem von den Patient:innen, dass sie sich an die Therapie anpassen.
Das ist in Ordnung, solange sie bereit und in der Lage sind, sich anzupassen. Aber was passiert, wenn sie es nicht tun? Was, wenn das Navigationssystem auf Staus, blockierte oder nicht vorhandene Straßen, Überschwemmungen oder kaputte Brücken stößt?
Enaktive Traumatherapie beinhaltet keine strengen Protokolle. Das bedeutet nicht, dass sie anarchisch ist. Dieses Seminar erläutert ihre Prinzipien, Regeln und Schritte.
Sie beinhalten eher Einladungen oder Angebote als Vorschriften. Einen Weg zu finden, kann anspruchsvoller sein, als einer gepflasterten Route zu folgen.
Es kann aber auch für die therapeutische Dyade äußerst anregend und lohnend sein.
Infos zur Veranstaltung
- Veranstaltungsbeginn
- 19.06.2026
- Veranstaltungsende
- 20.06.2026



