DGTD Tagung 2026
Hybridtagung – Trauma und Dissoziation: State of the Art – multiprofessionelle Perspektiven
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir laden Sie herzlich zur Jahrestagung der DGTD am 8. und 9. Mai 2026 in Münster ein:
Trauma und Dissoziation: State of the Art – multiprofessionelle Perspektiven
Zwei Tage lang steht in Münster (und online) das zentrale Thema der DGTD im Fokus: Dissoziation im Kontext von Trauma und Traumafolgestörungen – wissenschaftlich fundiert, praxisnah und multiprofessionell. Wir verstehen Dissoziation als ein entscheidendes Kernelement der Phänomene, die traumatischen Erfahrungen folgen können: von funktionellen neurologischen Störungen und somatoformen dissoziativen Symptome über einfache und komplexe Posttraumatische Belastungsstörungen bis hin zu partiellen und vollständigen Dissoziativen Identitätsstörungen (DIS).
Wir haben hochkarätige Referentinnen und Referenten aus Forschung, Klinik und Praxis eingeladen, um das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und praxisnah in Workshops zu vertiefen.
An diesen beiden Tagen möchten wir nicht nur fachlichen Input bieten, sondern auch Raum für Austausch und Vernetzung schaffen: in Short-Talks nach den Vorträgen, Pausen und am Freitagabend beim Abendbuffet und anschließender DISSco im A2 direkt am Aasee.
Alle, die professionell mit traumatisierten Menschen arbeiten, sind herzlich eingeladen – wir freuen uns auf Sie!
Dr. med. Harald Schickedanz,
1. Vorsitzender DGTD e.V.
Infos zur Veranstaltung
- Einlassbeginn
- 08.05.2026 08:30
- Veranstaltungsbeginn
- 08.05.2026
- Veranstaltungsende
- 09.05.2026
- Anmeldeschluss
- 30.04.2026
- Veranstaltungsort
- Akademie Franz Hitze Haus
- Eine Anmeldung ist derzeit noch nicht möglich. Bitte informieren Sie sich ab Mitte Januar 2026 auf unserer Website.
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Die Anmeldung ist erst gültig mit dem Eingang der Tagungsgebühr auf folgendes Konto:
DGTD e.V.
IBAN: DE72200100200338387205
BIC: PBNKDEFF
Bei einer Stornierung bis zum 07.04.2026 wird eine Bearbeitungsgebühr von 15 € und vom 08.04.2026 bis 28.04.2026 in Höhe von werden 50% der Tagungsgebühr erhoben; danach ist die vollständige Tagungsgebühr zu entrichten.
Anmeldeschluss ist der 30.04.2026. -
Wir haben für Sie in den folgenden Hotels unter dem Stichwort „DGTD Tagung 2026“ Selbstabbucherkontingente reserviert. Bitte melden Sie sich direkt bei den Hotels:
Hotels / Übernachtung
Franz Hitze Haus
Mövenpick Münster
DRK-Tagungshotel Dunant
Oder nutzen Sie die Zimmervermittlung der Tourist-Information der Stadt Münster
Münster Information
Anmeldegebühr
| Anmeldungen | Preis |
|---|---|
| DGTD Mitglieder | 250,00 € |
| Nicht-DGTD Mitglieder | 320,00 € |
| Ermäßigt * | 200,00 € |
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Abendessen am 08.05.2026 Restaurant A2 am Aasee, Getränke als Selbstzahler |
30,00 € |
| Online | |
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Online | DGTD Mitglieder Je Vormittag, zwei Vormittage möglich |
100,00 € |
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Online | Nicht-DGTD Mitglieder Je Vormittag, zwei Vormittage möglich |
120,00 € |
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Online | Ermäßigt * Je Vormittag, zwei Vormittage möglich |
80,00 € |
| 08:30 |
Einlass |
| 09:15 |
EröffnungDr. med. Harald Schickedanz |
| 09:30 – 10:00 |
Vortrag 1Dr. med. Jan Gysi Die Dissoziative Identitätsstörung nach ICD-11: Diagnostische Herausforderungen, Fallstricke und DifferenzialdiagnosenNeuere Entwicklungen in der Traumaforschung legen nahe, dass dissoziative und posttraumatische Störungen eher dimensional als kategorial verstanden werden sollten. Aufbauend auf der ICD-11 werden in diesem Referat konzeptuelle Brücken zwischen der Dissoziativen Identitätsstörung (DIS), der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) und Persönlichkeitsstörungen vorgestellt. Ein zentrales Element ist das Verständnis, dass die DIS eine Subform der kPTBS darstellt. In diesem Modell wird sie nicht als eigenständige, von der kPTBS getrennte Störung verstanden, sondern als Ausdruck einer strukturellen Kompartmentalisierung im Rahmen einer besonders schweren Ausprägung der kPTBS. Darauf aufbauend wird das Konzept eines Komplexen Posttraumatischen Syndroms (KPS) vorgeschlagen, das dissoziative, posttraumatische und persönlichkeitsbezogene Dimensionen integriert und so ein umfassenderes Verständnis schwerer Traumafolgestörungen ermöglicht. Abschliessend werden die diagnostischen und therapeutischen Implikationen dieses Spektrummodells für Forschung und klinische Praxis diskutiert. |
| 10:00 - 10:10 |
Short Talk |
| 10:10 – 10:40 |
Vortrag 2PD Dr. med. Stoyan Popkirov Dissoziative Anfälle und andere funktionelle Störungen in der NeurologieDissoziative Anfälle und andere funktionelle Störungen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in der klinischen Neurologie. Dennoch werden sie oft verkannt, missverstanden und falsch behandelt. Die Zusammenführung psychotraumatologischer Konzepte und neuerer Erkenntnisse aus den kognitiven Neurowissenschaften ermöglichen einen ganzheitlichen Blick auf diese Störungen und ebnen den Weg zu einer transdisziplinären Versorgung. |
| 10:40 - 10:50 |
Short Talk |
| 10:50 - 11:20 |
Kaffeepause |
| 11:20 - 11:50 |
Vortrag 3PD Dr. Larissa Wolkenstein Psychotherapie im Spannungsfeld strafrechtlicher Verfahren: Einblicke in das traumatherapeutische DilemmaPotenziell traumatisierende Erfahrungen wie Gewalt- oder Sexualdelikte gehören zu den häufigsten Auslösern für Traumafolgestörungen wie die akute Belastungsreaktion oder die (komplexe) posttraumatische Belastungsstörung. In der Forschung besteht Einigkeit, dass eine zeitnahe psychotherapeutische Versorgung mit evidenzbasierten traumafokussierten Verfahren entscheidend ist, um einer Chronifizierung psychischer Beschwerden vorzubeugen. Gleichzeitig wird Betroffenen in der forensischen Praxis jedoch häufig geraten, eine traumafokussierte Behandlung bis zum Abschluss eines Strafverfahrens aufzuschieben. Hintergrund ist die Befürchtung, dass traumafokussierte Interventionen suggestive Effekte hervorrufen und dadurch die Aussageglaubhaftigkeit von Zeug:innen gefährden könnten. Dieses Spannungsfeld wird als „traumatherapeutisches Dilemma“ bezeichnet: Die Betroffenen sehen sich in der schwierigen Lage, zwischen dringend benötigter psychotherapeutischer Unterstützung und der Wahrung ihrer Aussageglaubhaftigkeit abwägen zu müssen. In diesem Impulsvortrag werden Befunde einer Reihe experimenteller Studien vorgestellt, die untersuchen, ob und in welchem Ausmaß traumafokussierte Interventionen die Konsistenz und Genauigkeit von Erinnerungen an belastende Ereignisse beeinflussen. Die Ergebnisse ermöglichen eine differenzierte Bewertung der Risiken und Chancen frühzeitiger traumafokussierter Psychotherapie im juristischen Kontext.
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| 12:00 - 13:00 |
Podiumsdiskussion |
| 13:00 - 14:30 |
Mittagspause |
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14:30 - 16:00 16:30 - 18:00 Session A+B (3Std.) |
Workshop 1Martina Rudolph, Linda Koos Arbeit mit destruktiven Anteilen, Theorie und praktische AnwendungenEine besondere Herausforderung in der Arbeit mit komplex traumatisierten und hochdissoziativen Patient*innen stellt die Arbeit mit sogenannten destruktiven bzw. kontrollierenden Anteilen dar. Dabei ist immer wieder eine wertfreie und validierende Grundhaltung auch diesen Anteilen gegenüber notwendig, nur so kann eine zunehmende Integration stattfinden und alte, dysfunktionale Überzeugungen und Verhaltensweisen, die von den Anteilen ausgehen, können modifiziert werden. Im Workshop soll der Schwerpunkt auf der konkreten klinischen Arbeit mit diesen Anteilen liegen. Im Rollenspiel werden Kontaktaufnahme, Gesprächsführung und therapeutische Einbettung in der Arbeit mit diesen Anteilen geübt. Das SARI-Modell der Ego-State-Therapie, Techniken der kognitiven Umstrukturierung sowie spezifische traumatherapeutische Techniken kommen zum Einsatz.
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14:30 - 16:00 16:30 - 18:00 Session A+B (3Std.) |
Workshop 2Dr. Katrin Barlovic, Katharina Burbat Skillstraining bei Dissoziativer Identitätsstörung und TraumaMenschen mit Dissoziativer Identitätsstörung haben zahlreiche Probleme in allen Lebensbereichen. Sie leiden wie alle Betroffenen von komplexen Traumafolgestörungen an intrusivem Wiedererinnern sowie an Störungen der Selbstorganisation, haben also Probleme mit der Affektregulation, dem Selbstbild und Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen. Hinzu kommen Amnesien, ausgeprägte innere Ambivalenzen und Kontrollverluste durch Wechsel in andere Persönlichkeitszustände. Das in der Klinik am Waldschlößchen entwickelte Skillstraining vermittelt Fertigkeiten für die wichtigsten zentralen Themen der Betroffenen, welche immer wieder in der Arbeit mit DIS-Patient*innen in verschiedenen Behandlungskontexten relevant werden. Es umfasst 10 Module, die im Wechsel Probleme im Außen und Probleme im Innen fokussieren und dafür Lösungsstrategien anbieten. Im zweiteiligen Workshop werden zentrale Inhalte des Skillstrainings vorgestellt, therapeutische Grundhaltungen sowie Erfahrungen aus der Praxis besprochen. Zudem sollen beispielshaft Übungen aus einzelnen Modulen des Skillstrainings praktisch durchgeführt werden. Für Selbsterfahrung, Reflexion und Austausch sowie Fragen wird es ausreichend Raum geben.
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14:30 - 16:00 Session A |
Workshop 3Dr. med. Jan Gysi Die Dissoziative Identitätsstörung nach ICD-11: Diagnostische Herausforderungen, Fallstricke und DifferenzialdiagnosenDie Diagnostik der Dissoziativen Identitätsstörung (DIS) nach ICD-11 stellt in der klinischen Praxis eine besondere Herausforderung dar. Kaum eine andere psychiatrische Störung ist mit einem ähnlich hohen Risiko falsch negativer wie falsch positiver Diagnosen verbunden.Dies hat mehrere Ursachen: Der Text der ICD-11 ist nicht ohne Weiteres in die klinische Realität übertragbar – zentrale Begriffe wie «Persönlichkeitszustände» oder der «Verlust der exekutiven Kontrolle» bedürfen präziser operationaler Definitionen. Während manche Fachpersonen eine DIS zu rasch diagnostizieren, übersehen andere sie aufgrund unklarer Abgrenzungskriterien oder eigener diagnostischer Vorbehalte.Zudem können Depersonalisation, Derealisation sowie erlernte gewaltbedingte Bagatellisierungs- und Verleugnungstendenzen die Diagnostik erheblich erschweren. Hinzu kommen Fehldiagnosen, wenn sich Betroffene fälschlicherweise als „dissoziativ“ erleben oder bei unzureichender Diagnostik eine DIS angenommen wird. Besonders anspruchsvoll sind Differenzialdiagnosen – etwa zur Depersonalisations-/Derealisationsstörung nach ICD-11, die auch von Traumaspezialist:innen oft übersehen wird, oder zur Schizophrenie, die in der allgemeinen Psychiatrie gelegentlich fälschlich gestellt wird.Ziel des Workshops ist es, eine State-of-the-Art-Übersicht über die Diagnostik der DIS nach ICD-11 zu geben, häufige Fehlerquellen zu beleuchten und Kriterien für eine differenzierte, evidenzbasierte Abklärung im klinischen Alltag zu vermitteln.
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14:30 - 16:00 Session A |
Workshop 4PD Dr. Larissa Wolkenstein Psychotherapie im Kontext laufender Strafverfahren: Herausforderungen, Risiken und HandlungsempfehlungenPsychotherapeut:innen stehen immer wieder vor der Situation, dass Patient:innen während oder vor einem Strafverfahren psychotherapeutische Unterstützung benötigen. Dabei können sich spezifische Probleme ergeben: Einerseits ist eine zeitnahe Behandlung häufig dringend geboten, andererseits besteht die Sorge, dass im therapeutischen Prozess suggestive Einflüsse entstehen könnten, die später die Glaubhaftigkeit von Aussagen infrage stellen. Im Workshop werden anhand konkreter Fallbeispiele typische Schwierigkeiten herausgearbeitet, die im Spannungsfeld zwischen therapeutischer Versorgung und juristischen Anforderungen auftreten. Diskutiert wird, wie sich Erinnerungen im Therapieverlauf verändern können – sei es durch neu auftauchende Details oder durch wiederentdeckte Erinnerungen. Auf Basis wissenschaftlicher Befunde wird gemeinsam erarbeitet, in welchen Situationen besondere Risiken für unbeabsichtigte Suggestion bestehen und wie diese professionell vermieden werden können. Ziel des Workshops ist es, praxisnahe Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die Psychotherapeut:innen Orientierung im Umgang mit diesem „traumatherapeutischen Dilemma“ geben und zur Qualitätssicherung in klinischer wie forensischer Praxis beitragen. |
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14:30 - 16:00 Session A |
Workshop 5Ellen Engel Glaubhaftigkeitsbegutachtung im Strafprozess - State oft he Art und Herausforderungen im Umgang mit traumatisierten Zeug:innen1. Einführung
2. Grundbegriffe und rechtlicher Rahmen
3. Historische Entwicklung und Paradigmenwechsel
4. State of the Art der Glaubhaftigkeitsbegutachtung
5. Typische Fehlerquellen und Fehlannahmen
6. Schnittstelle zur Traumatherapie
7. Aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
8. Fazit und Diskussion
Kontakt und Hinweise
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14:30 - 16:00 Session A |
Workshop 6Anne Willing-Kertelge Erholungskompetenz statt Burn-out oder SekundärtraumaDie professionelle Begleitung von Menschen mit Traumafolgestörungen kann als sinnerfüllend erlebt werden und gleichzeitig auf Dauer anstrengend sein. Sich von diesen beruflichen Alltags-Belastungen gezielt erholen zu können, ist heute eine wichtige Kompetenz, um dauerhaft mit Freude weiterarbeiten und sich vor Sekundärtraumatisierung schützen zu können. Freie Zeit scheint knapp und wird oft wenig erholsam gestaltet. Manchmal ist es schwer, sich abzugrenzen und richtig abschalten zu können. Im Workshop erkunden wir, was unter Erholungskompetenz als zentrale Selbstfürsorgestrategie verstanden wird und wie sie konkret unseren Arbeitsalltag verändern kann. Neben kurzem Theorie-Input geht es vor allem um praktische Anregungen, die wir gemeinsam vor Ort ausprobieren.
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| 16:00 - 16:30 |
Kaffeepause |
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16:30 - 18:00 Session B |
Workshop 1 - FortsetzungMartina Rudolph, Linda Koos Arbeit mit destruktiven Anteilen, Theorie und praktische AnwendungenEine besondere Herausforderung in der Arbeit mit komplex traumatisierten und hochdissoziativen Patient*innen stellt die Arbeit mit sogenannten destruktiven bzw. kontrollierenden Anteilen dar. Dabei ist immer wieder eine wertfreie und validierende Grundhaltung auch diesen Anteilen gegenüber notwendig, nur so kann eine zunehmende Integration stattfinden und alte, dysfunktionale Überzeugungen und Verhaltensweisen, die von den Anteilen ausgehen, können modifiziert werden. Im Workshop soll der Schwerpunkt auf der konkreten klinischen Arbeit mit diesen Anteilen liegen. Im Rollenspiel werden Kontaktaufnahme, Gesprächsführung und therapeutische Einbettung in der Arbeit mit diesen Anteilen geübt. Das SARI-Modell der Ego-State-Therapie, Techniken der kognitiven Umstrukturierung sowie spezifische traumatherapeutische Techniken kommen zum Einsatz.
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16:30 - 18:00 Session B |
Workshop 2 - FortsetzungDr. Katrin Barlovic, Katharina Burbat Skillstraining bei Dissoziativer Identitätsstörung und TraumaMenschen mit Dissoziativer Identitätsstörung haben zahlreiche Probleme in allen Lebensbereichen. Sie leiden wie alle Betroffenen von komplexen Traumafolgestörungen an intrusivem Wiedererinnern sowie an Störungen der Selbstorganisation, haben also Probleme mit der Affektregulation, dem Selbstbild und Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen. Hinzu kommen Amnesien, ausgeprägte innere Ambivalenzen und Kontrollverluste durch Wechsel in andere Persönlichkeitszustände. Das in der Klinik am Waldschlößchen entwickelte Skillstraining vermittelt Fertigkeiten für die wichtigsten zentralen Themen der Betroffenen, welche immer wieder in der Arbeit mit DIS-Patient*innen in verschiedenen Behandlungskontexten relevant werden. Es umfasst 10 Module, die im Wechsel Probleme im Außen und Probleme im Innen fokussieren und dafür Lösungsstrategien anbieten. Im zweiteiligen Workshop werden zentrale Inhalte des Skillstrainings vorgestellt, therapeutische Grundhaltungen sowie Erfahrungen aus der Praxis besprochen. Zudem sollen beispielshaft Übungen aus einzelnen Modulen des Skillstrainings praktisch durchgeführt werden. Für Selbsterfahrung, Reflexion und Austausch sowie Fragen wird es ausreichend Raum geben.
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16:30 - 18:00 Session B |
Workshop 7Annamaria Ladik Wege der somato-psychischen Regulation mit Zapchen SomaticsZapchen Somatics ist ein körpernaher Ansatz, der auf den Erkenntnissen der Psychosomatik, Psycho- und Körpertherapien und der tibetischen Geistesschulungs- und Heiltradition ruht. Die von Dr. Julie Henderson (USA) und Dr. Anthony Richardson (AUS) entwickelte Methode lädt unseren Körper direkt ein, uns dem innewohnenden Wohlbefinden zu nähern. Und dies geschieht unabhängig von allen Lebensumständen, jetzt und sofort. In diesem Seminar werden grundlegende Übungen aus dem Zapchen Somatics vermittelt. Wir arbeiten mit Bewegung, Atem und Stimme sowie wenn möglich, mit freundlicher Berührung. Die Übungen beeinflussen positiv die Selbst- und Affektregulation. Die Übungen sind sowohl für uns selbst als auch für unsere Patienten:innen wohltuend. Sie vermitteln Achtsamkeit, Wertschätzung, Freundlichkeit und Mitgefühl. Sie lehren auf eine leichte und humorvolle Art, wie wir unseren Körper und Geist zum Wohlbefinden einladen können. Viele der Übungen haben sich in der Stabilisierungsphase einer Trauma-zentrierten Psychotherapie als wirksame Unterstützung von Selbstannahme, Affektregulation, als Stressreduktion und Dissoziationstop sowie zum Erleben von Selbstwirksamkeit bewährt. |
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16:30 - 18:00 Session B |
Workshop 8PD Dr. med. Stoyan Popkirov, Catrin Schöne, Dr. med. Max Christian Pensel An der Schnittstelle zur Neurologie: Diagnostik und Behandlung Dissoziativer/Funktioneller Störungen mit neurologischen SymptomenSowohl im ambulanten, stationären und notfallmedizinischen Setting gehören dissoziative/funktionelle neurologische Symptom-Störungen wie Anfälle, Bewegungs- aber auch Empfindungsstörungen zu den häufigsten neurologischen Differenzialdiagnosen. Insbesondere im Rahmen von Traumafolgestörungen zeigt die Forschung, dass die Betroffenen an einer Vielzahl von unterschiedlichen Symptomen bzw. Subtypen leiden - teilweise mit einem sehr wechselhaften Verlauf. Auf diese Weise kann sich die Abgrenzung zu strukturell-neurologischen Erkrankungen und die Ableitung einer adäquaten Behandlungsperspektive über Monate und Jahre erstrecken. Häufig fühlen sich die Betroffenen hinsichtlich ihrer Symptomatik und deren Ursachen sehr verunsichert und in ihrem Leiden nicht ernst genommen. Obwohl leitlinienorientiert Psychotherapie (ggf. im Zusammenhang mit körperorientierten Verfahren) als Mittel der Wahl gilt, ist der Übergang in das psychotherapeutische/psychiatrische Setting alles andere als einfach. Denn auch in diesem Rahmen herrscht bei der Behandlung somatoformer dissoziativer Symptomatik oft große Verunsicherung. Im Workshop sollen auf der Basis neurologischer Differenzialdiagnostik eine breit angelegte psychologische Diagnostik diskutiert und symptomorientierte psychotherapeutische Interventionen sowie psychiatrische Behandlungs- und Versorgungsansätze vorgestellt werden. |
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16:30 - 18:00 Session B |
Workshop 9Judith Mohr Wohnen für Frauen mit Traumafolgestörungen – Erfahrungen aus der EingliederungshilfeDer Wohnbereich für Frauen mit Traumafolgestörungen des großen Bereichs Wahrendorff Wohnen stellt seine Konzeption vor. Beleuchtet werden Vor- und Nachteile eines solch spezifischen Wohnangebots, Aspekte wie eine tragfähige Case-Mix Steuerung, Hintergründe der Eingliederungshilfe, insbesondere strukturelle und organisatorische Unterschiede zu klinischen Settings, die Notwendigkeit gut fort- und weitergebildeter Mitarbeiter*innen und die hohe Bedeutung klarer Strukturen innerhalb eines Wohnbereichs. Es wird viel Raum für Fragen und Diskussionen geben. |
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16:30 - 18:00 Session B |
Workshop 10Dr. med. Harald Schickedanz AusstiegsbegleitungTherapeutInnen, SupervisorInnen und Institutionen stehen vor großen Herausforderungen, wenn sie Menschen Behandlung anbieten, die (noch) in destruktive Bindungen verstrickt sind. Im Workshop diskutieren wir die Behandlungsaspekte, die supervisorischen Herausforderungen und die Probleme, die Institutionen belasten können, wenn sie sich der Ignoranz verweigern (es gibt keine rituelle Gewalt, es gibt keine dissoziative Identitätsstörung). |
| 18:15 - 19:30 |
Mitgliederversammlung DGTD e.V. |
| ab 20:00 |
Abendbuffet mit DISScoAm Freitagabend ab 20.00 Uhr laden wir Sie gerne zum Abendbuffet mit Tanz in das Restaurant A2 am See ein. Bei einem leckeren mediterranen Buffet können Sie in netter Runde mit Kolleg*innen plaudern. Danach lädt die DGTD zur DISSco Tanzveranstaltung ein. Wir freuen uns auf tolle Musik und einen beschwingten Abend. Das Abendbuffet kostet 30 € und bitte beachten Sie, dass die Getränke auf Selbstzahlerbasis angeboten werden. Sie können sich bei der Online-Anmeldung direkt für das Abendbuffet anmelden. |
| 9:15 - 9:45 |
Vortrag 4Julia Bialek Traumasensible Pädagogik als Teil multiprofessioneller Versorgung bei komplexer TraumatisierungMenschen mit komplexen Traumaerfahrungen bewegen sich im pädagogischen Alltag entlang der aus ihren Erfahrungen heraus entwickelten Ressourcen und entsprechen dabei nicht immer den pädagogischen Erwartungen an Selbstregulation, Beziehungsgestaltung und Leistung. Dissoziative Zustände stellen in diesem Zusammenhang besondere Anforderungen an pädagogische Fachkräfte und Institutionen. Deshalb bedarf es einer Erweiterung bisheriger pädagogischer Konzepte. Diese haben sich insbesondere in den letzten drei Jahrzehnten unter Bezugnahme auf die Psychotraumatologie sowie angrenzende Bezugswissenschaften kontinuierlich weiterentwickelt. Der Vortrag skizziert traumasensible Pädagogik als fachliches Konzept, das Sicherheit, Bindung und Orientierung in den Mittelpunkt stellt. Es wird aufgezeigt, wie pädagogische Räume — unabhängig vom Setting — durch Haltung, Struktur, Beziehungsqualität und Netzwerkarbeit stabilisierend wirken können. Der Beitrag verortet traumasensible Pädagogik als Bestandteil multiprofessioneller Unterstützung und macht deutlich, welchen Beitrag eine traumasensible Pädagogik zur Stabilisierung und in Entwicklungsprozessen traumatisierter Menschen leisten kann. |
| 9:45 - 9:50 |
Short Talk |
| 9:50 - 10:20 |
Vortrag 5Birgitt Höbeler-Gilhaus Herausfordernd im Verhalten – Dissoziative Symptome bei Kindern und JugendlichenJunge Menschen, die in der Konstellation Furcht und Angewiesensein aufwachsen, entwickeln häufig desorganisiert-desorientierte Verhaltensweisen und dissoziierte (Handlungs-) impulse. Die subjektive Unvereinbarkeit von existenzieller sowie emotionaler Abhängigkeit und mindestens einer (Bezugs-)Person als Quelle von Gefahr, aktiviert widersprüchliches Verhalten und paradoxe Empfindungen. Der Vortrag fokussiert auf Probleme im Verhalten und in der Kommunikation, die die Betroffenen wahrnehmen und die für sie aus eigener Kraft kaum zu bewältigen sind. |
| 10:20 - 10:25 |
Short Talk |
| 10:25 - 10:50 |
Kaffeepause |
| 10:50 - 11:20 |
Vortrag 6Anke Nottelmann „Klopfen mit dem System“ - der Gamechanger in der Behandlung von DIS?
Menschen die frühkindlich traumatisiert wurden, haben Meisterschaft im Überleben erlangt. Jetzt geht es darum, dass sie Meister:innen in ihrer eigenen selbstbestimmten Lebensgestaltung werden. Die in der traumatischen Situation ehemals funktionalen Überlebensstrategien erschweren heute oftmals in Form von komplexen und dissoziativen Traumafolgen ein zufriedenes Leben. Die Prozessbegleitung dieser speziellen, nirgendwo anders auftretenden Dynamiken, kann auch für erfahrene Therapeut:innen eine besondere Herausforderung darstellen. Klopftechniken, die zu den multisensorischen Verfahren zählen, gelten als vergleichsweise junge Verfahren in der psychotherapeutischen Landschaft. Studien belegen bisher ihre Wirksamkeit besonders bei Ängsten, posttraumatischen Belastungsreaktionen und psychosomatischen Beschwerdebildern. Darüber hinaus gelten sie als beliebte Selbstmanagement Strategien. Die prozessorientierte und embodimentfokussierte Psychologie (PEP®) nach Michael Bohne, integriert neben dem Klopfen hypnosystemische, verhaltenstherapeutische und lösungsorientierte Ansätze. Auf der Basis von PEP® und konsequentem Einbezug des Ego-State-Ansatzes und des Dissoziationskonzeptes entwickelte Anke Nottelmann ein spezifisches und systematisches Klopfprocedere „Klopfen mit dem System“. Dieses ist speziell abgestimmt für die Prozessbegleitung von Menschen, die an komplexen Traumafolgen und dissoziativen Phänomenen leiden. Mit einem gesamt-systemischen Blick ermöglicht gerade diese Kombination einen leichten Zugang auch zu schwierigen Themen auf allen Systemebenen wie Selbstabwertung, Selbstbestrafung, Scham- und Schuldgefühlen und Loyalitäten. Diese können präzise und systematisch mit spezifischen Klopfelementen erstaunlich schnell in den Prozess gebracht werden. Ein zentrales Anliegen ist, den erwachsenen Ich-Zustand, bzw. alltagsfunktionale Ich-Zustände nachhaltig zu stärken und zu fördern und gleichzeitig integrative Kapazitäten und Selbstwirksamkeitserleben von Stunde 1 an zu ermöglichen. Dabei nimmt die therapeutische Haltung mit unabdingbarer Wertschätzung gegenüber dem Gesamtsystem gepaart mit Leichtigkeit, Zuversicht und Humor eine wesentliche Rolle ein.
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| 11:20 - 12:30 |
Podiumsdiskussion |
| 12:30 - 14:00 |
Mittagspause |
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14:00 - 15:30 Session C |
Workshop 11Franka Mehnert vor Ort Lisa Montag online "Was man nicht kennt, sieht man nicht" - Umgang mit Dissoziationen im ambulanten und stationären Setting im multiprofessionellen AlltagIm stationären und ambulanten traumaspezifischen Alltag begegnen uns häufig Patient:innen mit einer komplexen sowie multimorbiden Psychopathologie, welche die bisherigen bekannten Pflegestandards sowie co-therapeutische Interventionen an die Grenzen bringen. Diese Patient:innen haben oft neben körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt in der Herkunftsfamilie auch Gewalt durch organisierte Netzwerke erlitten oder erleiden diese weiterhin. Dabei ist eine dialektische Haltung des Helfernetzwerkes bezogen auf das Krankheitsbild, die Beziehungsgestaltung und das therapeutische Vorgehen eine wichtige Voraussetzung für eine gelingende Behandlung und Begleitung der Patient:innen. Im Rahmen des Workshops wird das Störungsbild der dissoziativen Identitätsstörung näher beleuchtet. Anforderungen an die pflegerische und co-therapeutische sowie ambulante Arbeit werden dargestellt und anhand von Fallbeispielen näher betrachtet. |
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14:00 - 15:30 Session C |
Workshop 12Anke Nottelmann „Klopfen mit dem System“ - ein Gamechanger in der Behandlung von DIS? - Zentrale Übungen dazuBasierend auf den Inhalten des Vortrages vom Vormittag greift der Workshop einige theoretische Aspekte und zentrale Klopfelemente zur Selbsterfahrung auf:
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14:00 - 15:30 Session C |
Workshop 13Julia Bialek Pädagogische Räume als sichere Orte im Kontext komplexer TraumatisierungDer Workshop knüpft an den vorausgehenden Vortrag an und bietet Raum, die dort vorgestellten Konzepte und Haltungen traumasensibler Pädagogik vertiefend zu reflektieren und auf unterschiedliche pädagogische Praxisfelder zu übertragen. Im Fokus stehen pädagogische Räume als potenziell stabilisierende Kontexte für Menschen mit komplexen Traumatisierungen und dissoziativen Reaktionen. Ausgehend von kurzen theoretischen und praxisorientierten Inputs werden zentrale Fragen der Teilnehmenden aufgegriffen und gemeinsam diskutiert. Eigene Erfahrungen aus unterschiedlichen pädagogischen Handlungsfeldern können eingebracht und gemeinsam reflektiert werden. |
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14:00 - 15:30 Session C |
Workshop 14Birgitt Höbeler-Gilhaus Herausfordernd im Verhalten – Dissoziative Symptome bei Kindern und Jugendlichen (*Bezugnahme zu Impulsvortrag)
Desorganisiert-desorientierte Verhaltensweisen und dissoziierte (Handlungs-)Impulse in ihren Entstehungsbedingungen verorten zu können, ist essentiell für Verantwortliche im Arbeitskontext ‘herausforderndes Verhalten‘ nach frühen Bindungstraumatisierungen. Vertieft wird das Wissen um die Notwendigkeit von simultanen oder nachgeschalteten Verhaltensstrategien der Betroffenen - zur Bewältigung der Alltagsaufgaben und zur Sicherung des Überlebens - sowie die Bedeutung des biographisch determinierten Mangels an neurobiologischer Befähigung zur Regulation von Stress reflektiert. |
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14:00 - 15:30 Session C |
Workshop 15Dr. Brigitte Schmid-Hagenmeyer, Dr. Bettina Overkamp, Linda Beeking „Finding Solid Ground“: Vorstellung eines neuen stabilisierenden Behandlungsprogramms für kPTSD und dissoziative Störungen„Finding Solid Ground“ ist eine neue, evidenzbasierte Intervention für die Behandlung von Menschen mit Komplextrauma und dissoziativen Störungen, die von einem Netzwerk aus KlinikerInnen und ForscherInnen in den USA um Berthany L. Brand und Ruth A. Lanius entwickelt wurde. Das aus insgesamt 30 Arbeitseinheiten bestehende Programm mit einem begleitenden Arbeitsbuch für Betroffene bietet einen praxisnahen Ansatz zur Stabilisierung und Behandlung schwer traumatisierter Menschen. Es kann begleitend zur Einzeltherapie oder in einem längerfristig angelegten Gruppensetting durchgeführt werden. Das Programm ermöglicht es Fachkräften, gezielt die Schwierigkeiten und Ambivalenzen in der Stabilisierungsphase systematisch anzugehen, - unterstützt durch strukturierte Sitzungsunterlagen und Übungen, die auf jahrzehntelanger klinischer Erfahrung, Forschung und Rückmeldungen von Betroffenen basieren. Mitte 2026 erscheint das Buch für TherapeutInnen sowie das Arbeitsbuch in deutscher Übersetzung im Jungfernmann Verlag. Das Programm „Finding Solid Ground“ wird im Workshop vorgestellt und in Kleingruppen beispielhaft ein Einblick in die genaue Vorgehensweise einzelner Module gewonnen.
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14:00 - 15:30 Session C |
Workshop 16Dr. med. Angela von Arnim Traumabedingte Dissoziation fordert uns auf allen Ebenen heraus - mit körperwahrnehmungsfokussierter Körperpsychotherapie einen Weg aus der Dissoziation finden und Ressourcen im Körpererleben entdecken und stärkenTraumatische Erfahrungen aktivieren unser körpereigenes Alarmsystem. Geraten Patient:innen in einen „Notfallmodus“, geht vor allem die verkörperte Eigenwahrnehmung verloren, denn ist eine Bedrohung existenziell, geschieht sie rasch, überrollend, und ist kein Entrinnen möglich, wird der gesamte Organismus in einen physiologischen "Stand-by-Modus" versetzt. Die Verbindung zum Großhirn wird unterbrochen, die Körpersysteme arbeiten nur noch, um das Überleben auf einem minimalen Level zu garantieren. Die Verbindung zwischen „Gefühlshirn“ (dem limbischen System) und dem Großhirn wird deshalb unterbrochen, um das Gehirn vor einer Überschwemmung mit den massiv angestiegenen Stresshormonen zu schützen. Dies bewirkt Amnesie und andere Bewusstseinsstörungen, die alle mit dem Verlust der Selbstwahrnehmung und einer massiven Verunsicherung des eigenen Selbstgefühls sowie der Identität einhergehen. Frühere Verlust- und Gefahrensituationen können dabei als „Erinnerungsalarm“ reaktiviert worden sein, die durch die körperbezogene Gedächtnis-Funktion der Amygdala zu „Eingravierungen“ wurden… Ein körperorientierter Zugangsweg bietet sich somit an: Der Weg aus der Dissoziation führt über die Rückgewinnung der Fähigkeit zu Wahrnehmen und Bewegen. Der Weg aus der Starre in die Lebendigkeit beginnt im Körpererleben. Hier erweist sich die wahrnehmungsfokussierte Methode der Funktionellen Entspannung als hilfreich: Durch mit der/dem Pat. vereinbarte kleinschrittige Angebote, verbunden mit der Wiedergewinnung von Sicherheit und Präsenz, kann sowohl die Außenwahrnehmung der Umwelt als auch die Innenwahrnehmung, besonders derjenigen Körperbereiche, die Kontakt zur Umwelt aufnehmen können, als Weg zum Wiederfinden des Erlebens im Hier und Jetzt gebahnt werden. Dies schließt das Entdecken von Sicherheit und eigener Stärken, als Ressourcen im eigenen Körper, ein: Wie finde ich wieder Boden unter den Füßen, wo ist mein innerer Halt, wie kann ich meine Grenze spüren, um mich sicherer zu fühlen, wie kann ich meinen inneren Raum wieder entdecken, wie kann sich mein ganz eigener innerer Rhythmus wieder entfalten? Die tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie-Methode Funktionelle Entspannung beinhaltet eine Fokussierung auf all diese Themen: Es geht dabei nicht in erster Linie um Entspannung, sondern um einen Zugang zum verschütteten eigenen Erleben im Sinne von Wiedererlangen von Selbstwahrnehmung und Selbstregulation. Durch die der/dem Pat. wieder zur Verfügung stehenden leiblichen Ressourcen kann ein Wiederankommen im Hier und Jetzt - und nach und nach ein Entspannungsvorgang der Körperfunktionen im Sinne einer vegetativen Umstimmung in Richtung des vorderen Vagus bewirkt werden. Und so geht es in diesem Workshop um einen vorsichtigen, feinspürig erkundenden, eher spielerischen Umgang mit dem subjektiv erlebten eigenen Körper, der eigenen „subjektiven Anatomie“. Dies kann zu dem Gefühl des Kontaktes zu einem leiblichen „inneren Kompass“ führen: Spüren, was für mich im Hier und Jetzt stimmt. Das trägt - auch in Krisen - zu einer verbesserten Selbstfürsorge bei: Ich bemerke frühzeitiger, was für mich gut ist – und was eben nicht, besonders ob ein „Notfallmodus“ droht… Die in der Nachkriegszeit nach dem 2. Weltkrieg an der Psychosomatischen Klinik der Universität Heidelberg von Marianne Fuchs in enger Kooperation mit Viktor v. Weizsäcker, einem der Begründer der Psychosomatischen Medizin in Deutschland, entwickelte Funktionelle Entspannung (FE) zielt auf einen propriozeptiven und affektiven Körper-Dialog, mit sich selbst und mit der oder dem anderen, sowie auf eine Verbesserung der körperlichen Selbstberuhigungs- und Emotionsregulierungs-Kompetenz. Mithilfe der Umsetzung des Erlebten in Sprache, besonders der im Körper „eingravierten“ Erinnerungsspuren, können auch Aspekte der vorsichtigen Symbolisierung der traumatischen „Einverleibungen“ der eigenen Körper- und Gefühls-Geschichte Inhalt des Selbsterfahrungsangebotes dieses Workshops sein. Der Workshop ist für Personen mit und ohne Vorkenntnisse in wahrnehmungsfokussierter Körperpsychotherapie gleichermaßen geeignet. Bitte bequeme, warme Kleidung und Socken mitbringen. Literatur: "Subjektive Anatomie" Link zum Buch (Klett-Verlag) Arnim A v (2021): Der Körper und die Geschichte der Organismus-Umwelt-Beziehung. Die „Wunderknäuel“-Metapher. Vortrag, Folien mit Tonspur (Süddeutsche PT-Tage Stuttgart 2019, auf Basis der DVD, mit Genehmigung des Verlags Auditorium Netzwerk) Website der AFE-Deutschland
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Dr. med. Angela von Arnim
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in eigener Praxis, Internistin. Schwerpunkt: Arbeit mit Patient:innen mit körperbezogenen Beschwerden im Zusammenhang mit Entwicklungstraumatisierungen. Vorher Leitende Oberärztin der Klinik für Psychosomatische Medizin der Psychiatrischen Universitätsklinik Erlangen. Schwerpunkt: Behandlungsstudien mit körperwahrnehmungsbezogener Körperpsychotherapie bei chronischem Schmerz u.a. somatischen Belastungsstörungen. Fortbildungen in PITT und SEST; Körperpsychotherapeutin, Lehrbeauftragte der Arbeitsgemeinschaft Funktionelle Entspannung (AFE) und des Instituts für Psychotherapie Potsdam (IfP). Mitbegründerin des Ausbildungs-Schwerpunktes Körperpsychotherapie.
Kontakt: Praxis Viktoria-Luise-Platz 8, 10777 Berlin, Email: arnim.angela@web.de
Dr. Katrin Barlovic
Psychologische Psychotherapeutin, Traumatherapeutin (DeGPT, EMDRIA). Seit 2009 in der Klinik am Waldschlößchen Dresden, seit 2013 als Leitende Psychologin in verschiedenen Stationsbereichen, seit 2022 im Stationsbereich für Patient*innen mit schweren dissoziativen Störungen.
Linda Beeking
Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, tiefenpsychologische Weiterbildung.
Seit 1997 traumatherapeutischer Therapieschwerpunkt, in eigener Praxis in Ehingen niedergelassen, Supervisorin (BDP und PITT®).
Traumatherapeutische Ausbildung bei Luise Reddemann (PITT®), Fortbildung bei Ellert Nijenhuis, Jan Gysi u.A.
Fortbildung in EMDR, Somatic Experiencing und Ego-State Therapy.
Supervisorin an verschiedenen psychiatrischen und psychosomatisch-psychotherapeutischen Kliniken.
Fortbildungstätigkeit zu Traumatherapie und -pädagogik.
Julia Bialek
Dipl.-Pädagogin, Traumapädagogin / Traumafachberaterin / Traumatherapeutin (SEP). Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Lektorin an der Universität Bremen im Studiengang "Inklusive Pädagogik", Referentin für traumasensible Pädagogik, Fachbuchautorin. Langjährige Tätigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Fachberatung und Therapie.
Katharina Burbat
Diplom – Psychologin, seit 2020 Klinik am Waldschlößchen, tätig im Bereich komplexe PTBS und schwere dissoziative Störungen. In Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin, Zusatzqualifikation in Traumatherapie, 2007 bis 2020 tätig in einer Fachberatungsstelle für sex./häusliche Gewalt.
Ellen Engel
Rechtsanwältin im Bereich Strafrecht, insbesondere Vertretung von Geschädigten in Gewalt-/ Sexualstrafverfahren. Mitglied des DGTD-Vorstandes.
Dr. med. Jan Gysi
Jan Gysi studierte von 1992 bis 1998 Medizin an der Universität Bern (Schweiz) und absolvierte anschliessend seine Facharztausbildung in Psychiatrie und Psychotherapie an verschiedenen Schweizer Kliniken. Nach seiner frühen Arbeit mit kriegstraumatisierten Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien in den frühen 2000er-Jahren begann er Weiterbildungen in Psychotraumatologie zu besuchen und entwickelte sich zunehmend zum Spezialisten für Trauma und Dissoziation.
Nach mehreren Jahren als Oberarzt und Leiter stationärer psychiatrischer Angebote gründete er 2014 in Bern ein interdisziplinäres ambulantes Behandlungszentrum für Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen, insbesondere für Patient:innen mit komplexen Traumafolgestörungen. Das Zentrum bietet ein integriertes Versorgungsmodell mit Home-Treatment durch Pflegefachpersonen sowie psychiatrischen, psychotherapeutischen und körpertherapeutischen Angeboten.
Neben seiner klinischen Tätigkeit arbeitet Dr. Gysi als Supervisor und Dozent und hält Workshops und Vorträge in verschiedenen europäischen Ländern. Im deutschsprachigen Raum ist er durch zahlreiche Publikationen zu Trauma und Dissoziation bekannt. Sein jüngstes Buch Diagnostik von Traumafolgestörungen erschien 2024 in dritter deutscher Auflage und 2025 erstmals auf Englisch. Es gilt mittlerweile als eines der Referenzwerke der Psychotraumatologie.
Darüber hinaus ist Dr. Gysi an mehreren Forschungsinitiativen beteiligt, unter anderem als Leiter einer internationalen Arbeitsgruppe, die einen neuen Fragebogen zur Erfassung dissoziativer Störungen nach ICD-11 entwickelt.
Birgitt Höbeler-Gilhaus
Diplom Heilpädagogin für Rehabilitationswissenschaften, arbeitet seit 2002 in eigener Praxis in Mettingen (NRW).
Im Praxisschwerpunkt ist sie im Bereich herausforderndes Verhalten nach erlittenen Frühtraumatisierungen tätig.
Sie konzipierte die TraumaAdaptierte ambulante Entwicklungsarbeit TAE® und arbeitet aktuell als Referentin und Beraterin für Fachkräfte in der sozial-emotionalen Entwicklungsförderung und Erziehungshilfe. In einem Dissertationsprojekt untersucht sie derzeit das Thema Grenzerfahrungen von Fachkräften.
Linda Koos
Geboren 1990, Psychologiestudium in Kiel und Dresden mit anschließender Psychotherapieausbildung in Dresden. 2020 Abschluss in spezieller Psychotraumatherapie.
Arbeitet seit 2017 in der Klinik am Waldschlößchen Dresden als Gruppenleitung, sowie als Einzeltherapeutin für Patientien*innen mit dissoziativer Identitätsstörung.
Seit 2025 anerkannte Supervisorin OPK.
Annamaria Ladik
Ärztin für Neurologie und Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Spezielle Psychotraumatologie DeGPT (PITT, EMDR), Supervisorin der ÄK WL, autorisierte Zapchen Somatics Lehrerin; seit 2004 in eigener Praxis tätig, bietet seit 25 Jahren Zapchen Kurse an.
Kontakt: Annamaria Ladik, Praxis f. Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Alter Markt 2, 33602 Bielefeld; Tel. 0521 5574883; a.ladik@bitel.net
Franka Mehnert
1978 geboren, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin mit verhaltenstherapeutischer Vertiefung, Zusatzqualifikationen in "Spezielle Psychotraumatherapie" (DeGPT) und klinischer Hypnose (DGH). 2006 bis 2008 Psychologin in der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsklinik Dresden, 2008 Psychologin in der psychosomatischen Rehaklinik Berggießhübel, seit 2009 Psychologin in der Klinik am Waldschlößchen und seit 2018 Leitende Psychologin der Stationen 1/2 in der Klinik am Waldschlößchen.
Judith Mohr
1984 geboren, Diplom- Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin (VT), 2014 bis 2017 Psychologin in der Klinik für Akutpsychosomatik und Psychotherapie in Bad Münder der MEDICLIN Deister Weser Kliniken, seit 2017 im Klinikum Wahrendorff als Psychologin im Bereich Wohnen für Frauen mit Traumafolgestörungen, stellvertretende therapeutische Leitung.
Lisa Montag
Geboren 1987, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Fachkrankenschwester für Psychiatrie und Neurologie, Fachberaterin für Psychotraumatologie (SWK Chemnitz). Fünf Jahre Erfahrung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rostock, seit 2015 in der Klinik am Waldschlößchen Dresden tätig, seit 2021 als Pflegedienstleitung / Leitung Co-Therapie, Vorstandsmitglied der DGTD, momentan in Elternzeit
Anke Nottelmann
Anke Nottelmann ist Diplom Psychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Supervisorin (DGSF). Nach klinischer Tätigkeit arbeitet sie seit über 30 Jahren in eigener Praxis. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist, Menschen, die an komplexen Traumafolgen und dissoziativen Phänomenen leiden, in ihren Entwicklungsprozessen zu einem guten und selbstbestimmten Leben zu begleiten.
Sie ist Lehrreferentin für Systemische Traumatherapie unter anderem am Institut für Systemische und Familientherapie in Essen. Über ihr eigenes Trauma-Institut am Park bietet sie Fortbildungen rund um den Bereich Trauma und Klopfen an. Sie ist Referentin auf zahlreichen Kongressen, Auditorium Netzwerk und Autorin.
Basierend auf der tiefenpsychologisch fundierten humanistischen Psychotherapie und einer systemischen Haltung und Sichtweise verfolgt sie einen potentialorientierten traumatherapeutischen Ansatz. Das Teile-Konzept, angelehnt an den Ego-State-Ansatz und dem Konzept der Strukturellen Dissoziation, hat darin einen zentralen Stellenwert. Konsequent an individuellen Lösungen, Selbstwirksamkeitserleben und Potentialentwicklung orientiert, ist ihr eine Herzensangelegenheit wirksame innovative Methoden in bewährte Konzepte der Traumatherapie zu integrieren. So entwickelte sie auf der Basis der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie (PEP®) nach Michael Bohne ein umfassendes Klopfprocedere speziell für die Behandlung von Menschen, die an den Folgen frühkindlicher Traumatisierung leiden. In ihrem Konzept der Potentialorientierten Traumatherapie sind wertschätzender Humor, Leichtigkeit und Zuversicht essentielle Begleiter. Wegweisende Lehrerinnen und Lehrer waren Wolf Büntig, Luise Reddemann, Phyllis Kristal, Ellert Nijenhuis, Helga Matheß, Michaela Huber, Suzette Boon, Arne Hofmann, Michael Bohne, Gabriela von Witzleben und andere.
Dr. Bettina Overkamp
Psychologin PhD, Traumatherapeutin (EMDRIA), spezialisiert auf dissoziative Störungen.
In eigener Praxis im Auftrag der DGUV in Berlin, Arbeitsschwerpunkt: Forschung zu Komplextrauma und Dissoziation, Diagnostik, Therapie und alles, was hilfreich funktioniert.
Der DGTD langjährig verbunden, Gründungsvorstand der ESTD.
Dr. med. Max Christian Pensel
Dr. med. Max Christian Pensel studierte Medizin und Philosophie und ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie. Er arbeitet am Universitätsklinikum Bonn aktuell als Clinician Scientist und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dissoziativen Störungen. Sein besonderes Interesse gilt der Erschließung neuer Behandlungsoptionen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit.
PD Dr. med. Stoyan Popkirov
PD Dr. med. Stoyan Popkirov ist Facharzt für Neurologie und Oberarzt am Universitätsklinikum Essen, wo er den Bereich Funktionelle Neurologische Störungen leitet. Er ist Mitbegründer der interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Funktionelle Neurologische Störungen sowie Initiator und Sprecher der Kommission Psychosomatische Neurologie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Er war Gastwissenschaftler an der University of Edinburgh bei Prof. Jon Stone (2017) und Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin (2019/2020). Sein Buch "Funktionelle Neurologische Störungen: Erkennen, verstehen, behandeln" ist 2024 in der 2. Auflage im Springer Verlag erschienen.
Martina Rudolph
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Traumatherapeutin (DeGPT, EMDRIA), (EMDR-) Supervisorin, Dozentin, Medizinische Sachverständige. Leitende Ärztin der Klinik am Waldschlößchen. Vorstandsmitglied der DGTD und der DGPM. Arbeitet seit über 15 Jahren mit schwersttraumatisierten Menschen, insbesondere mit Patient*innen mit schweren dissoziativen Störungen. Beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Hintergründen schwerer und organisierter Gewalterfahrungen.
Dr. med. Harald Schickedanz
Ärztlicher Direktor der DRV-Klinik Hüttenbühl, Bad Dürrheim
Jahrgang 1957 ist als Facharzt für Innere Medizin, Psychosomatik, Psychotherapie, Sportmedizin, Krankenhausbetriebswirt, als Ärztlicher Direktor und DGTD-Vorsitzender leidenschaftlich interessiert an Wachstums- und Heilungsprozessen im biologischen, psychischen und sozialen Bereich.
Dr. Brigitte Schmid-Hagenmeyer
Dr. Brigitte Schmid-Hagenmeyer arbeitet als psychologische Psychotherapeutin in eigner Kassenpraxis in Karlsruhe mit Schwerpunkt komplexe Traumafolgestörungen und dissoziative Störungen.
Des Weiteren ist sie als Supervisorin tätig und als Referentin zu den Themen Trauma, Prostitution und Pornographie. Vorstandsmitglied der DGTD
Catrin Schöne
Sowohl meine persönliche als auch meine schulische und berufliche Entwicklung erfolgten in der früheren DDR entgegen politischem Widerstand. Erst die Wende ermöglichte mir, über den zweiten Bildungsweg das Abitur und Psychologiestudium. Darauf folgte eine verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapie-Ausbildung und die Weiterbildung zur Neuropsychologin. Im psychotherapeutischen Bereich liegt mein Fokus auf der Psychotraumatologie mit spezifischen Weiterbildungen (KVT, NET, enaktive Traumatherapie, Schematherapie). Vor diesem Hintergrund bin ich in eigener Praxis niedergelassen, in der ich insbesondere einsatzgeschädigte Veteranen und Betroffene komplexer Traumafolgestörungen behandle. Als Neuropsychologin konzentriert sich meine Arbeit in einer neurologischen Klinik auf die Diagnostik kognitiver Beeinträchtigungen und dissoziativer Prozesse bei Anfallserkrankungen und Funktionellen Neurologischen Störungen (FNS), wobei mir die Diagnostik in Verbindung mit Traumafolgestörungen besonders am Herzen liegt. In Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg bestehen Forschungsprojekte in den Bereichen Dissoziation und Traumafolgestörungen sowie Ressourcenorientierung. Seit 2025 bin ich als Mitglied des erweiterten Vorstands der DGTD engagiert.
Liz Wieskerstrauch
Frau Wieskerstrauch recherchiert als Autorin und Dokumentarfilmregisseurin bereits seit 25 Jahren zu Dissoziative Identitätsstörung, siehe „Die Seele brennt - Annäherung an eine multiple Persönlichkeit“, mit dem Film- und Fernsehpreis des Hartmannbundes 2001 ausgezeichnet, und „Höllenleben - eine multiple Persönlichkeit auf Spurensuche“, 2002 für den Adolf Grimme-Preis nominiert, und aktuell die Wissenschaftsdoku „Das geteilte Ich - Leben mit dissoziativer Identitätsstörung“, das derzeit in der ARTE-Mediathek zu sehen ist https://www.arte.tv/de/videos/121319-000-A/das-geteilte-ich/.
Bücher von Liz Wieskerstrauch zum Thema sind der Roman über eine multiple Persönlichkeit „Lucys Diamonds“, 2020 im Genius Verlag erschienen sowie das in diesem Jahr im NOMOS-Verlag veröffentlichte populärwissenschaftliche Sachbuch „Geteilte Persönlichkeiten - die Dissoziative Identitätsstörung zwischen Trauma und Verleugnung“, mit einem Vorwort von Dr. Harald Schickedanz.
Anne Willing-Kertelge
Ausgebildet als Rechtsanwalts- und Notargehilfin, Dipl.-Sozialpädagogin, Dipl.-Pädagogin, Kunst- und Kreativtherapeutin, Ehe-, Familien- und Lebensberaterin (BAG, DAJEB), Master of Counseling, Master of Supervision & Coaching (M.A.) (DGSv), Heilpraktikerin für Psychotherapie (VFP)
Cora-Baltussen-Preis-Trägerin der Deutschen Gesellschaft für Supervision & Coaching 2023 für besonders wissenschaftlich fundierte, innovative und praxisrelevante Forschungsarbeiten zur Masterthesis „Erholungskompetenz“ veröffentlicht unter KiDoks (Kirchlicher Dokumenten Server)
Eigene Praxis als Heilpraktikerin für Psychotherapie, Paartherapeutin und Supervisorin, Lüdinghausen Lehrbeauftragte an der Katholischen Hochschule NW, Abteilung Münster, Fachbereich Sozialwesen (u.a. Einführung in die traumasensible Gesprächsführung, Supervision) Referentin in der Erwachsenenbildung, Fort- und Weiterbildungen mit den Schwerpunkten „Trauma“ und „Resilienz“ sowie „Erholungskompetenz“
Vorstandsmitglied der DGTD
PD Dr. Larissa Wolkenstein
PD Dr. Larissa Wolkenstein ist Akademische Direktorin am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, wo sie seit 2015 die Psychotherapeutische Hochschulambulanz und Traumaambulanz leitet. Sie ist Psychologische Psychotherapeutin (VT), Supervisorin für Verhaltenstherapie und CBASP sowie in spezieller Psychotraumatherapie (DeGPT) ausgebildet. Nach Promotion und Approbation arbeitete sie zunächst an der Universität Tübingen, bevor sie 2015 an die LMU wechselte.
In ihrer Arbeit verbindet sie klinische Forschung mit universitärer Lehre und psychotherapeutischer Praxis. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen auf Traumafolgestörungen sowie psychischen Störungen im Kontext von Elternschaft. Ein besonderer Fokus gilt der Frage, inwiefern psychotherapeutische Interventionen Erinnerungen an traumatische Ereignisse verändern können und welche Implikationen sich daraus für die Aussageglaubhaftigkeit in Strafverfahren ergeben.




